Saarland

Von Lorient ging unsere Rückreise über Paris und Metz ins Saarland.

Blick von der Aussichtsplattform Völklinger Hütte

Blick von der Aussichtsplattform Völklinger Hütte

Unser erstes Ziel war der „brennende Berg“ zwischen Saarbrücken und Sulzbach. Hier schwelt seit 350 Jahren unterirdisch ein Kohlenflöz, welches sich in früheren Zeiten durch Wärme, Flammen in Felsspalten und Rauchentwicklung bemerkbar gemacht hat. Noch zu Goethes Zeiten (eine Gedenktafel weist auf seinen Besuch anno 1770 hin) soll die Hitze durch die Sohlen zu spüren und die Steine weißglühend gewesen sein. Heutzutage weist nichts mehr darauf hin, der Name ist aber geblieben.

Außerdem statteten wir dem Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken einen Besuch ab und fuhren eine Runde mit der Kleinbahn. Die ebenfalls Mittwochs ab 13 Uhr in Betrieb gehen sollende Seilbahn fuhr leider nicht. Auch optisch waren durchaus Zweifel angebracht, ob diese jemals wieder in Betrieb gehen wird (bzw. was der TÜV dazu sagt). Vielleicht kann ein Saarbrücker mehr dazu sagen.

Unser Haupt-Ziel war ohnehin die Weltkulturerbestätte Völklinger Hütte, einst eines der größten Eisenwerke Deutschlands, bis 1986 in Betrieb und seitdem als Kulturdenkmal für interessierte Besucher geöffnet. Wenn man vor den riesigen Gebläsemaschinen steht, die einst die Hochöfen mit Frischluft versorgt haben, oder in der Sinteranlage die Multimedia-Vorführung anschaut, kann man sich ein wenig in die Zeit zurück versetzen, als hier 10.000 Menschen rund um die Uhr in Kälte, Hitze, Lärm und Dreck gearbeitet haben.

Über Stahlgitter-Treppen geht es bis zur 27 hoch gelegenen Gichtbühne, auf der einst die Hochöfen mit Eisenerz und Schrott beschickt wurden. Noch höher hinaus geht es auf die 45 m hoch gelegene Aussichtsplattform – ein sehr beeindruckendes Erlebnis.
Insgesamt führen 7 km Besucherwege durch die weitläufige Anlage (obwohl diese nur einen Teil der ehemaligen Völklinger Hütte umfasst). Teile der Anlage, besonders am Saarufer hat inzwischen die Natur zurück erobert. Wer auf die Mischung aus morbidem Charme und wilder Natur steht ist hier genau richtig.

In einem Teil der Gebläsehalle war zur Zeit unseres Besuches die Sonderausstellung „Inka – Gold, Macht, Gott. 3000 Jahre Hochkultur“, mit teils recht bizarren Exponaten zu bewundern.

Vom Saarland ging es zurück nach Dresden.

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